Viele Autofahrer unterschätzen das Kühlmittel: Sie füllen mit Wasser nach oder verwenden ein Frostschutzmittel des falschen Typs. Eine scheinbar geringe Unachtsamkeit, die zu schwersten Motorschäden führen kann.
Warum Wasser allein nicht genügt: - Wasser siedet bei 100 °C, und die Betriebstemperatur des Motors liegt oft darüber - Wasser gefriert bei 0 °C, und die Ausdehnung kann den Motorblock sprengen - Wasser greift Aluminium, Gusseisen und Kupfer an - Wasser schmiert die Dichtung der Pumpe nicht - Wasser begünstigt Elektrolyse, die Metalloberflächen abträgt
Was dagegen ein echtes Kühlmittel leistet: 1. Frostschutz: eine 50-prozentige Mischung schützt bis -37 °C 2. Siedeschutz: sie hebt den Siedepunkt auf etwa 108 °C, mit Überdruckdeckel noch höher 3. Korrosionsinhibitoren: sie schützen alle Metalle des Kreislaufs 4. Schmierung der Pumpe: sie verlängert deren Lebensdauer 5. Schaumdämpfer: sie verhindern Kavitationsschäden
Die Kühlmittelarten: - IAT (Technologie mit anorganischen Säuren): das klassische Grün, alle zwei Jahre zu erneuern - OAT (Technologie mit organischen Säuren): lange Lebensdauer, über fünf Jahre, meist orange oder rot - HOAT (hybrides OAT): verbindet beide Technologien, in verschiedenen Farben - Si-OAT: mit Silikaten angereichertes OAT, für europäische Fahrzeuge
Mischen Sie niemals verschiedene Arten, ohne den Kreislauf vorher zu spülen. Unverträgliche Flüssigkeiten können gelieren, den Schutz mindern und Leitungen verstopfen.
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